Frauen I: Spitzenspiel beim Tabellenersten

Am Samstagabend um 18.00 Uhr mussten die TSV-Damen beim Tabellenersten TSV Rintheim ran. Von Anfang an war klar, dass dies kein einfaches Spiel wird. Zudem musste man auf einige wichtige Spielerinnen verzichten, die aufgrund von Arbeit oder Krankheit verhindert waren.
Direkt zu Beginn der Partie hatten die Damen des TSV etwas verschlafen und somit konnten sich die Damen aus Rintheim, bis zur 19. Minute eine 5-Tore-Führung erschaffen. Doch die Mälscherinnen ließen sich davon nicht unterkriegen und kämpften sich bis zur Halbzeit auf ein 12:12 ran. Mit diesem Spielstand ging man in die Halbzeitpause.

Die Ansprache des Trainers schaffte neuen Mut und man konnte in der 2. Halbzeit nochmal alles möglich machen. Bis zur 52. Minute konnten die Damen aus Rintheim eine 3-Tore-Führung halten, doch die TSV-Damen ließen sich nicht unterkriegen und kämpften sich nochmals heran. Bis zum Schluss war es ein sehr spannendes Spiel und man trennte sich mit einem 21:21.

Gespielt haben: S. Schmitz und L. Göbel im Tor, S. Kaya, E. Kernberger, J. Bujnoch (3), M. Kilian (3), L. Rothermel (4), T. Ungerer (1), S. Scherer (3), J. Frank (2/2), C. Ungerer (5/1)

Männer I: Deftige Derbyklatsche beim TSV Rot

Im Derby, welches sich zu keiner Zeit zu einem richtigen Spiel mit Derbycharakter entwickelte, ließen die Füchse von der Einstellung bis zur Leidenschaft alles vermissen, um die Farben des TSV Malsch würdig zu vertreten – am Ende war die 39:19 Klatsche auch in dieser Höhe mehr als verdient.

Man wollte mit einer positiven Einstellung in das Spiel reingehen, denn was gibt es schöneres als ein Derby vor einer gut besuchten Halle zu spielen, sowie die Gewissheit zu haben, als krasser Außenseiter ohne jeglichen Druck aufspielen zu können. Alle Hoffnungen auf eine knappe Begegnung wurden bis zur 21. Spielminute im Keim erstickt, als ein 15:3 Rückstand in der Parkringhalle aufleuchtete. Im Angriff fabrizierte man Standhandball mit vielen unnötigen Fehlpässen und lud den Ortsnachbarn mehrfach zu leichten Kontertoren ein. Beim Halbzeitstand von 19:9 war die Derbyniederlage eigentlich schon besiegelt und es wurde in der Ansprache appelliert, wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben.

Doch die erdachte Kosmetik geriet zu einem einzigen Fiasko. Das Füchsespiel verbesserte sich zu keiner Zeit und es wurde nahtlos an den ersten Spielabschnitt angeknüpft. Am Ende war für die Zuschauer das einzig spannende, ob Rot noch die 40 Tore Marke knacken würde. Wenigstens blieb den Füchsen diese Schmach beim 39:19 Endstand erspart, wobei die 20-Tore Niederlage Schmach genug sein sollte.

Für die Füchse war es die erwartet schwere Vorrunde und dass es in dieser Saison nur um den Klassenerhalt und Überlebenskampf geht, wurde mehr als deutlich. Die Mannschaft überwintert nun auf einem 11. Tabellenplatz mit einem kleinen Polster von 4 Punkten Vorsprung vor dem vorletzten Platz. Am 13. Januar geht es mit einem Heimspiel gegen Langensteinbach weiter, gleich ein ganz wichtiges Spiel gegen einen Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel. Über Weihnachten haben die Spieler Zeit, ihre Gedanken zu sortieren und Kraft für eine extrem schwere Rückrunde zu sammeln, in welcher der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird.

TSV Malsch: Sebastian Eisend, Moritz Fröhlich (Tor), Lukas Olbert (4), Philipp Schäffner (2), Samuel Livaja (1), Holger Hipp, Yannic Spieler (1), Marcel Feldpausch (2), Julian Funkert, Jann Jenne (2), Christian Breitenstein (3), Manuel Bambach (4/1)

Männer I: Derbytime in Rot

Pünktlich zum Wochenende des zweiten Advents, kommt es wieder zum Derby zwischen dem TSV Rot Handball und den Füchsen aus Malsch. Für Malsch ist es das letzte Vorrundenspiel, verbunden mit einer Herkulesaufgabe bei den nur einen Steinwurf entfernten Ortsnachbarn. Obwohl die beiden Orte dicht aneinander liegen und sogar einen Bahnhof teilen, unterscheiden sie sich in manchen Dingen. Während man in Malsch eine malerische Berglandschaft mit unzähligen Weinbergen vorfindet, besinnt man sich im Roter Flachland eher auf den Spargelanbau. Auch im Dialekt erkennt der geschulte Linguist deutliche Unterschiede. Desweiteren kann man in Malsch immer noch nichts von der Roter Liebe zum Nationalgetränk Dopsi abgewinnen. Doch wenn es um die Passion für den Handballsport geht, sind beide Orte seit etlichen Jahren auf einer Wellenlänge, genauso was das lange, ausschweifende Feiern bis in die Morgenstunden betrifft. Zumindest in diesem Punkt befindet man sich absolut auf Augenhöhe. Diesen Samstag wird jedoch wieder die Antwort auf dem Handballfeld gegeben und entschieden, wer sich bis zum Rückspiel als „Derbysieger“ betiteln darf.

Rot ist in die Saison mit der Devise „besser als letztes Jahr abzuschneiden“ gegangen. Nach dem zweiten Platz in der letzten Runde verpackt diese Aussage nur ein Ziel – Platz 1 und Aufstieg in die Badenliga. Die Liga ist jedoch noch ausgeglichener geworden und Rot stellen sich gleich drei gleichwertige Widersacher entgegen. Dies musste die Mannschaft durch die empfindlichen Niederlagen gegen Dossenheim und Plankstadt, sowie dem Unentschieden gegen Ettlingen erfahren. Was mit 15:5 Punkten der aktuell 4. Tabellenplatz, genau hinter diesen drei Teams, bedeutet. Sprich, der Ortsnachbar darf sich eigentlich keinen Ausrutscher mehr erlauben, um das erklärte Saisonziel zu erreichen.

Die Füchse, aktuell auf dem 10. Tabellenplatz und mitten im Abstiegskampf, können ohne Druck ihr Auswärtsspiel angehen. Es ist ein Spiel, auf welches sich eigentlich jeder Handballer freut – Derbyzeit und eine gut gefüllte Handballhalle. Bei den Buchmachern wäre sicherlich eine Quote von 1,01 auf einen Heimsieg des TSV Rot und knapp 25 auf einen Auswärtssieg des TSV Malsch angesetzt. In Malsch nimmt man die Außenseiterrolle aber gerne an und geht mit dem zugegebenermaßen ausgelutschten Spruch „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“ in das Spiel. Und im Falle eines sensationellen Punktgewinns, würde man sich in Malsch auch mal Gedanken über den ein oder anderen Dopsi machen.

Anpfiff ist am Samstag den 09.12 um 20.00 Uhr in der Parkringhalle in Rot. Leider meinten es die Veranstaltungskalender beider Orte nicht gut mit dem Derby, da sowohl hier, als auch in Rot zeitgleich der örtliche Weihnachtsmarkt stattfindet. Dennoch hoffen beide Team, dass viele Fans eventuell doch noch den Absprung vom Glühweinstand für einen würdigen Derbyrahmen schaffen.
Hier zur Veranstaltung: TSV Rot vs. Die Füchse